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Menue Holzvergaser

Der Holzvergaserkessel


Es gibt den Naturzugkessel ohne Gebläse und mit einer einfachen, temperaturabhängigen Luftspaltregelung.

Nach dem Entzünden des Brennmaterials schlagen die Flammen zunächst direkt in den Wärmetauscher. Es bildet sich dann ein Glutstock der nach gewisser Zeit diese Öffnung verschließt.



Nun wird der Brennstoff zwangsweise vergast und gelangt mit Hilfe des Injektor-Prinzips an die Brennwabe mit ihren Düsen. Dort wird er daraufhin entzündet und verbrannt.

Durch das liegende Glutbett wird sichergestellt, dass kaum feste Bestandteile ( Staub ) mitgerissen werden können. Die benötigten Luftmengen werden je nach Bedarf durch die Lambda-Regelung ermittelt, eingestellt und natürlich auch überwacht.

Durch das einzigartige Verbrennungsprinzip des Holzvergasers, d.h. Trennung des Verbrennungsvorgangs in:

  1. Trocknen des Brennstoffes
  2. ( Vor -) Vergasen des Holzes und Verbrennen des Gas-Luft-Gemisches werden nicht nur höchst mögliche Wirkungsgrade erreicht, sondern die Schadstoff-Emissionen und ganz besonders der Staubgehalt der Rauchgase liegt weit unter den vom Gesetzgeber geforderten aktuellen Normen.

In Verbindung mit einem ausreichend großen Pufferspeicher reicht es auch an kalten Tagen im Winter vollkommen aus, den Kessel einmal zu bestücken.



Daraus lässt sich erkennen, es muss nicht unbedingt Öl oder Gas im Spiel sein um einen guten Komfort zu erreichen. Natürlich ist aber auch in diesem Fall ein ausreichender Brennstoffvorrat unabdingbar.

Die meisten Hersteller bezeichnen ihre Kessel mit unterem Abbrand und Gebläse als "Holzvergaser". Das ist grundsätzlich nicht falsch, wenn man bedenkt, dass Holz generell zu über 90% im gasförmigen Zustand verbrennt. (Deshalb ist der Ascheanfall bei Holz auch so gering.)

Allerdings wird bei vielen Produkten nur die Verweildauer der Flamme in der Brennzone künstlich verlängert, um eine bessere Verbrennung zu erzielen.

Diese Kessel werden meist mit einer Wirbelkammer, Glühstäben oder anderen Hilfsmitteln ergänzt, um somit zu erreichen, dass keine unverbrannten Bestandteile des Brennstoffes ins Rauchgas gelangen. Bei diesem Verfahren der Staubanteil wesentlich höher und die Verbrennung nicht ganz so gleichmäßig.

Besonders bei Holz mit vielen Ästen oder bei Verwendung verschiedener Holzarten ist ein ungleichmäßiges Verbrennen von weichen und harten Teilen nicht zu umgehen.

Zum Vermeiden von Verbrennungsstörungen muss entweder auf gleichmäßiges Brennholz geachtet oder von Zeit zu Zeit die Verbrennung kontrolliert werden.

Solche Konstruktionen haben aber durch ihren Platz sparenden Aufbau und die industrielle Fertigung meist ein relativ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Diese sind also zu empfehlen bei Anlagen, die nicht ganz so hohen Komfortanforderungen unterliegen müssen.



So ist es bei dieser Bauart zu empfehlen, besonders bei Verwendung von Misch- oder Abfallholz die Verbrennung ab und an zu kontrollieren um Lochbrand und damit eine schlechte Verbrennungsqualität zu vermeiden. - Besonders in dieser Klasse gibt es große Qualitätsunterschiede. Achten Sie deshalb nicht nur auf den Preis, sondern vergleichen Sie u.a. folgende Angaben :

  • Arbeitet der Kessel mit Unter- oder Überdruck ( Staubentwicklung ) ?
  • kann durch Anlegen und Reinigen eine evtl. vorhandene Schamotte beschädigt werden?
  • passt sich der Kessel automatisch an die geforderte Leistung an ?
  • wie groß ist der Füllraum des heizkessels und damit der Feuerungsintervall ?
  • wie häufig und wie einfach ist der Reinigungsvorgang zu Handhaben ?

  • Und "last but not least"

  • wie lange gibt der Hersteller Garantie auf den Heizkesselkörper ?

Informationen zu Holzkennzahlen finden Sie auf u.a. www.liebilnc.ch